VIAS

Unternehmen

Die VIAS GmbH ist eine Gemeinschaftsgründung der Verkehrsgesellschaft Frankfurt mbH und der Rurtalbahn GmbH und hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt ist zwischenzeitlich ausgeschieden, da ihr der Schienennahverkehr mit Tram und Stadtbahn in Frankfurt ohne Ausschreibung übertragen werden sollte und daher eine Beteiligung an SPNV-Wettbewerbsunternehmen unzulässig war. Die Dänische Staatsbahn hat mittelbar - über eine Tochtergesellschaft - den Anteil der VGF übernommen.

Die VIAS GmbH hat einen eigenen Internet-Auftritt unter www.vias-online.de. Dort sind auch die Fahrpläne für die Strecken online zu erhalten.

Itino-Triebwagen in Erbach/Odenwald

Itino-Triebwagen in Erbach/Odenwald

Das Liniennetz

Neben den Hauptstrecken der DB von Darmstadt und Hanau nach Frankfurt am Main wird seit Dezember 2005 im wesentlichen die Kursbuchstrecke 641 Darmstadt -/ Hanau - Groß-Umstadt Wiebelsbach - Erbach (Odenwald) - Eberbach befahren. Dazu trat in einem zweiten Schritt ab Dezember 2011 die kurze Verbindung zwischen Darmstadt HBF und Pfungstadt, die reaktiviert wurde.

Das Verkehrsangebot wird unter drei RMV-Linien betrieben:
64 Frankfurt - Hanau - Groß-Umstadt Wiebelsbach - (Erbach)
65 Frankfurt - /Darmstadt - Groß-Umstadt Wiebelsbach - Erbach - Eberbach und
66 Darmstadt - Pfungstadt.

Die Linien 65 und 66 werden teilweise mit Durchläufern aus dem Odenwald nach Pfungstadt und umgekehrt verknüpft.

VIAS-Netz

VIAS-Netz 2015 nach Modernisierung und Erweiterung

Die Streckeninfrastruktur der Odenwaldbahn ist modernisiert. Gleise, Signalanlagen und Bahnsteige wurden für einen modernen Betrieb hergerichtet.

Der Verkehrsvertrag mit der Privatbahngesellschaft läuft bis Dezember 2027.

Die Linien-Fahrzeuge

22 Itino-Triebwagen waren reichlich knapp für die Nachfrage, deshalb wurden auch drei weitere zur Anlieferung bis 2009 zur Verstärkung sowie ein weiterer Triebwagen für die Verbindung Darmstadt - Pfungstadt, die dann wiedereröffnet werden sollte, bestellt. Zum Mai 2010 konnten die Fahrzeuge endlich in Betrieb genommen werden. Der zu knappe Fahrzeugpark führte dazu, daß immer wieder auf vorgesehene Mehrfachtraktionen verzichtet werden mußte, sehr zum Leidwesen der Fahrgäste.
Das ist die Schattenseite der Ausschreibung und Privatisierung von Nahverkehrsleistungen: Hessen hat sich zur Erleichterung des Marktzugangs entschieden, (damals) eigene Fahrzeuge für den Betrieb zu kaufen und an den Gewinner der Ausschreibung, den Betreiber, mietweise weiterzureichen. Die unternehmerische Verantwortung, ausreichende Produktionsmittel einzuplanen und zu beschaffen, konnte der Betreiber nicht ausüben, aber den Ärger der Fahrgäste hat er auszubaden.

Auch heute ist der Fahrzeugpark eigentlich zu knapp. Im Beobachtungszeitraum Juni/Juli 2015 waren 2 der 26 Triebwagen längerfristig nicht im Fahrgastbetrieb, für die Verkehrsabwicklung werden alle 24 benötigt, was selbst bei kleineren Schäden zu Ausfällen oder zu Leerfahrten zur Zuführung von Fahrzeugen führte. Außerdem waren einzelne Fahrten sehr sehr stark ausgelastet und verdienten eigentlich eine Verstärkung, was leider nicht möglich ist.

Begegnung zweier Itino in Groß-Umstadt Wiebelsbach

Begegnung zweier Itino in Groß-Umstadt Wiebelsbach

An Wochenenden ist der Betrieb eher gleichförmig, da sauber durchgetaktet, an Wochentagen ist der Spitzenbetrieb in den Hauptverkerszeiten insbesondere zwischen Groß Umstadt-Wiebelsbach und Darmstadt Nord interessant.

Die Umlaufpläne 2014/2015

Betrieblicher Schwerpunkt ist die Werkstatt am Stadtrand von Michelstadt. Eingesetzt werden die Fahrzeuge vor allem von den beiden Abstellanlagen in GroßUmstadt-Wiebelsbach und Erbach. Ein nicht unerheblicher Teil der Fahrzeuge wird nur in der Hauptverkehrszeit für die Pendlerzüge nach Frankfurt bzw. Darmstadt morgens und abends zurück benötigt. Sie warten tagsüber in den dortigen Abstellanlagen auf ihren weiteren Einsatz.

Einige allgemeine Anmerkungen sowie ein Abkürzungsverzeichnis für die Umlaufpläne finden Sie als .pdf-Datei zum Download bereitgestellt.

In einer .zip-Datei sind alle vorhandenen Umlaufpläne und die Erläuterungs-Datei enthalten.

Im einzelnen:

Das Schmankerl zum Schluß ...

Schon 2009 galt...

VIAS fährt auch nach Frankfurt am Main, ein Bahnhof mit sehr dichter Gleisbelegung. Im Minutentakt fahren die Züge ein und aus und jedes Bahnsteiggleis wird, zumal in der Hauptverkehrszeit, so stark ausgenutzt, daß es unmöglich erscheint, weitere Züge in den Hauptbahnhof einfahren zu lassen (entsprechende Trassenwünsche wurden wiederholt abgelehnt).

In Frankfurt am Main haben die Züge von VIAS in der Regel eine kurze Wendezeit von unter 10 Minuten. Verstärkungen und Schwächungen finden hier grundsätzlich nicht durch Zustellen oder Abziehen von Fahrzeugen statt, sondern durch Austausch der Zuggarnituren. Dazu aber eine Ausnahme: 84652 kommt als Doppeltraktion um 08:32 Uhr an, läßt den einfahrend führenden Tw am Bahnsteig stehen, der andere Tw fährt als 84583 um 08:38 Uhr weiter. Die Leerfahrt des Zuges 84598, der um 08:13 Uhr in Frankfurt am Main Süd endet, weil die Bahnhofskapazität am HBF nicht ausreicht, kommt gegen 08:57 Uhr im HBF an, um den dort stehenden Tw mit in die Abstellanlage zu nehmen.

Diese Situation hat sich nicht wesentlich geändert, nur die Zeiten haben sich geändert und der Zeitraum der "Blockade" ist kürzer geworden:

Zug 25129 kommt solo um 08:20 Uhr in Frankfurt HBF an und bleibt im Gleis 12 stehen. Die Dreifachtraktion von 25162 kommt um 08:32 Uhr in das Gleis gefahren, der letzte Wagen fährt um 08:38 Uhr als 25123 weiter, die restlichen Fahrzeuge werden zusammengekoppelt und danach in die Abstellanlage gezogen.




Zum Seitenanfang