Umlaufpläne, Fotos und Wissenswertes zum Thema Zug

Auf dieser und den folgenden Seiten finden sich die ersten Arbeitsergebnisse meiner Betriebsbeobachtungen und Puzzlearbeit in Form von Umlaufplänen sowie Fotos und Berichte über Wissenswertes von Betrieben, die auf alter Eisenbahn-Infrastruktur Nahverkehr betreiben.

Limburg/Lahn, vorne vectus-LINT 41, hinten DB-Nahverkehrszug

Limburg/Lahn, vorne vectus-LINT 41, hinten DB-Nahverkehrszug

In diesem Feld ist vieles im Umbruch. Noch vor wenigen Jahren hatte die DB fast ein Monopol, nur einige wenige nicht-bundeseigene Bahnen wickelten auf ihren Strecken auch Nahverkehr ab. Mit der Marktöffnung kamen zahlreiche neue Anbieter hinzu, wobei allerdings nicht vergessen werden darf, daß diese Gesellschaften teilweise großen Konzernen angehören.

War die große DB mit Betriebsbeobachtungen in der Regel nur schwer zu erfassen, so ist dieses bei den nun entstandenen und noch entstehenden kleineren Einheiten leichter (im übrigen auch bei der DB!).

Umlaufpläne

Wesentliches Element dieser Seite bilden die Umlaufpläne. In Ihnen ist dokumentiert, wie der vorgegebene Fahrplan umgesetzt wird.

Fahrzeuge übernachten -anders als bei der Tram- in der Regel an verschiedenen Stellen des räumlich viel weiter ausgedehnten Schienennetzes, werden eingesetzt und übernachten wieder. Zwischendurch muß der Zug allerdings regelmäßig die Werkstatt aufsuchen und -wenn er mit Diesel betrieben wird- zudem zwischendurch auch mal tanken. Alle fahrplanmäßigen Fahrten müssen bedient werden und besonderer Fahrgastandrang gegebenenfalls durch größere Fahrzeuge oder durch Mehrfachtraktionsbildung abgefangen werden.

Und dann soll das ganze angesichts der wirtschaftlichen Situation des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und der Verkehrsbetriebe auch noch möglichst wirtschaftlich sein, das heißt vor allem, mit einem Minimum an Personalaufwand abgewickelt werden!

All das führt dazu, daß die rechnerisch einfachste Lösung eines Umlaufplanes aus fahrplanmäßigen Fahrten und minimaler Wendezeit nicht immer den tatsächlichen Gegebenheiten entspricht und daher eine Betriebsbeobachtung regelmäßig Abweichungen von diesem Ideal zu Tage fördert. Diese sind -nach Beobachtung- in den Umlaufplänen dokumentiert.

Anders als bei Tram-Betrieben ist ein einzelner Besuch allerdings viel weniger geeignet, eine vollständige Sichtweise auf das Betriebsgeschehen zu erhalten. Deshalb sind die Betriebsprogramme im Einzelfall stärker fehlergefährdet.

Gestaltung der Pläne

Eine ausführliche Erläuterung mit einem Muster eines Umlaufplanes und einer Leseanleitung ist als .pdf-Dokument herunterzuladen und kann auch ausgedruckt werden.

Zug-Lesehilfe

Muster-Umlaufplan

Der Zug-Umlaufplan ist grundsätzlich in Form einer Tabelle gehalten, bei der die einzelnen Einsatztage (Kurse, der Begriff ist im Bereich der Eisenbahn allerdings nicht gebräuchlich !) untereineinander liegen und der Fahrplan des einzelnen Einsatztages von oben nach unten zu lesen ist. Anders als bei den Tram-Umlaufplänen wird auf die Darstellung der Reihenfolge auf der Strecke verzichtet,da regelmäßig die geringen Zugfolgezeiten und der Einsatz auf verschiedenen Strecken dieses wenig sinnvoll erscheinen lassen.

Die angegebenen Zeiten sind in unterschiedlichen Formaten gedruckt: normal gedruckt ist eine Ankunfts- oder Abfahrtszeit an der Endstelle eine fahrplanmäßige Zeit, also eine sichere Zeit. Kursiv ist eine geschätzte Zeit, dieses betrifft vor allem im Fahrplan nicht ausgedruckte Leerfahrten, die auch sonst nirgendwo dokumentiert sind. Sind diese Zeiten sicher dokumentiert, werden sie unterstrichen, sind also sichere Zeiten.

HLB-Mehrfachtraktion aus VT2E in Friedrichsdorf/Taunus

HLB-Mehrfachtraktion aus VT2E in Friedrichsdorf/Taunus

Umlaufpläne sollten eigentlich Aussagen zu den Plantagen, also zur Folge von Einsatztagen, enthalten. Das ist im Einzelfall nicht zu leisten, da der Beobachtungszeitraum zu klein war und -was viel wichtiger ist- aufgrund der regelmäßig bestehenden Wagenknappheit immer wieder Neudispositionen erfolgen, die von außen nur schwer erkennbar sind.

Im Umlaufplan werden Abkürzungen verwendet. Diese werden in einer gesonderten Datei mit dem Titel "allgemeines" erläutert. Diese steht ebenfalls als Download bereit.




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