Hessenbahn - Wetteraunetz

Unternehmen

Die Hessenbahn, eigentlich Hessische Landesbahn (HLB), ist ein Eisenbahnkonzern mit mehreren Betriebsteilen und darüber hinaus Beteiligungen an Verkehrsgesellschaften, die anderswo schienengebundenen Nahverkehr betreiben, etwa cantus.

Zwei wesentliche Schwerpunkte mit eigenen Betriebsteilen liegen nördlich von Frankfurt am Main, die Stammstrecke Königsstein - Frankfurt-Höchst (-Frankfurt HBF), ergänzt um die Taunusbahn (Frankfurt HBF-) Bad Homburg - Usingen - Brandoberndorf, und das Wetteraunetz, von Friedberg ausgehend, mit der Verbindung Gießen - Nidda - Gelnhausen. Dem letztgenannten Betriebsteil ist diese Seite gewidmet.

Die Hessische Landesbahn, überwiegend im Eigentum des Landes Hessen, soll verkauft werden. Sie hat einen eigenen Internet-Auftritt unter www.hessenbahn.de. Dort sind auch die Fahrpläne für die Strecken online zu erhalten.

GTW 2/6 der HLB in Friedberg

GTW 2/6 der HLB in Friedberg

Das Liniennetz und Betriebsabwicklung

Wetterau-Netz

Wetterau-Netz 2012

Die Strecke Friedberg – Friedrichsdorf wird mit einem (in der HVZ zwei) GTW mit Kurzwenden in Friedrichsdorf und in Friedberg (Gleis 1a) bedient. Die Strecken Friedberg – Hanau, Friedberg – Nidda und Friedberg – Wölfersheim-Södel fahren in Friedberg von den Gleisen 8, 10, 11 und 12, teilweise mit Kurzwenden, teilweise durchgebunden. In der HVZ sowie zur Zuführung/Ableitung der GTW zum Betriebsschwerpunkt Nidda werden Doppeltraktionen eingesetzt.

Die Züge der Strecke Gießen – Gelnhausen fahren von Nidda aus mit Kurzwende in Gelnhausen sowie teilweise Kurzwende, teilweise Wendefahrten im Abstellbahnhof Gießen, gegebenenfalls mit Tanken, morgens auch in Doppeltraktion.

Schließlich verkehrt ein letzter Abenddirektzug von Frankfurt am Main nach Nidda in Doppeltraktion, der als Leerfahrt von Friedberg aus bereitgestellt wird.

Zum Fahrplanwechsel 2011/2012 ging die Betriebsführung der Strecke Friedberg - Hanau an DB Regio über, hier sollten eigentlich Elektrotriebwagen vom Typ Talent 2 eingesetzt und über Friedberg hinaus nach Gießen durchgebunden werden. Die Zulassungsprobleme füherten jedoch dazu, daß die DB keine Fahrzeuge für die Bedienung der Strecke hatte. So wurden die HLB-Fahrzeuge mit DB-Personalen weiter eingesetzt. Ein einfaches Schild im Frontfenster "Im Auftrag von DB Regio" soll diesen Umstand bekannt machen, wird jedoch nicht immer sorgfältig ausgelegt.

Nebenbahnromantik mit modernen Tw in Beienheim

Nebenbahnromantik mit modernen Tw in Beienheim

Die Linien-Fahrzeuge

Für alle älteren Dieselnetze (außer der Kahlgrundbahn und des Taunusnetzes) besitzt die HLB insgesamt 30 GTW 2/6 (101-130), davon werden 3 bei der Hellertalbahn (116-118) eingesetzt, vier Fahrzeuge sind zu vectus versetzt (101, 123, 127 und 128). Die Fahrzeuge 102 bis 104, die bislang auf der Strecke Korbach - Bad Wildungen eingesetzt worden waren, sind seit Dezember 2008 offenbar arbeitslos. Die Fahrzeuge stammen aus den Jahren 1999 (bis 118) und 2000 (ab 119) und sind den Baureihen 508 (101-103, 113-115; 111 Plätze), 509 (104-112, 120 Plätze), 525 (116-118) und 526 (Toilette, 108 Sitzplätze) zugeordnet; diese Zuordnung beruht wohl auf den Fabriknummern des Herstellers. Bei der DB und beim Eisenbahnbundesamt haben die Fahrzeuge die Baureihenbezeichnung 646.

Die Fahrzeuge sind 38,66 m lang, für eine Dreifachtraktion werden also 120m-Bahnsteige benötigt. Maximal können mindestens 5 Züge gekuppelt werden; dieses wird für die Zuführung/Ableitung der Fahrzeuge von Friedberg zur Betriebswerkstatt in Butzbach-Nord auch praktiziert.

Fahrzeuge wurden allerdings auch schon zu Vertretungszwecken bei der Kahlgrundbahn gesichtet.

HLB-Triebwagen bei der Kahlgrundbahn in Schöllkrippen

HLB-Triebwagen bei der Kahlgrundbahn in Schöllkrippen

Die Zahl der Fahrzeuge ist mit 20 knapp. Im Falle von Fahrzeugengpässen, etwa bei Vertretungen auf der Kahlgrundbahn oder bei Schadständen, werden ggf. Doppeltraktionen auf der Strecke Gießen - Gelnhausen gekürzt und ebenso die umlaufbedingten Zuführungen von/nach Nidda.

Doppeltraktion in Friedberg

Doppeltraktion in Friedberg

Besonderheiten

Nach der morgendlichen HVZ wird aus verschiedenen Tw eine Fünffachtraktion gebildet, die als Lz –in der Regel mit je einem Tfz-Führer vorne und hinten besetzt- von Friedberg nach Butzbach fährt. Eine ebensolche Drei- und eine Vierfachtraktion kommen mittags gegen 11:45 Uhr und 12:15 Uhr wieder von Butzbach zurück in Friedberg an.

Müssen Fahrzeuge, etwa zum Austausch, nach Nidda geleitet werden, werden in der Regel die Mittagszüge um ein weiteres Fahrzeug verstärkt. Umgekehrt werden in der Regel morgens in Lastrichtung nach Friedberg Züge verstärkt und damit Tw in Richtung Werkstatt abgeleitet.

Die Züge werden auch in Nidda disponiert, d.h. es konnte kein regelmäßiger Übergang von einem Plantag zu einem anderen Plantag beobachtet werden.

Die Umlaufpläne 2011/2012

Betrieblicher Stützpunkt ist Butzbach-Nord, wo die Fahrzeuge gewartet werden. Einsatzstützpunkte sind (auch nach einer Ausschreibung für Triebfahrzeugführer) Friedberg und Nidda. Die Fahrzeuge werden von dort aus eingesetzt und übernachten dort.

Einige allgemeine Anmerkungen sowie ein Abkürzungsverzeichnis für den Umlaufplan finden Sie als .pdf-Datei zum Download bereitgestellt.

In einer .zip-Datei sind alle vorhandenen Pläne und die Erläuterungs-Datei enthalten.

Der Umlaufplan einzeln:

Die Pläne für das Wochenende sind mangels Beobachtung nicht verifiziert und werden daher nicht publiziert.

Fünffachtraktion bei der Rückfahrt von Butzbach nach Friedberg

Fünffachtraktion bei der Rückfahrt von Butzbach nach Friedberg




Zum Seitenanfang