Straßenbahn in Würzburg

Unternehmen

Niederflur-Tw 259 am Anfang der Heuchelhof-Strecke

Niederflur-Tw 259 am Anfang der Heuchelhof-Strecke

Die Würzburger Straßenbahn wird von der WSB, der Würzburger Straßenbahn GmbH, einem Tochterunternehmen der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs GmbH WVV, betrieben. Der Verkehr ist in den vvm, den Verkehrsunternehmensverbund Mainfranken, integriert. Fahrpläne für die Straßenbahn, die im übrigen nicht oft gewechselt werden, der derzeit (Juli 2017) gültige gilt seit dem 24.04.2017, sind online verfügbar unter www.wvv.de.

Das Liniennetz

Ein moderner, relativ neuer Linienast in Stadtbahnmanier mit einem Abschnitt starker Steigungs- bzw. Gefällstrecke und drei städtische, allerdings modernisierte Linienäste bilden das Netz der Straßenbahn in Würzburg, auf dem überlagernd über die verschiedenen Äste insgesamt 5 Linien betrieben werden, im Spätverkehr und an den Wochenenden allerdings nur 2.

Tw 203 in der Innenstadt

Tw 203 in der Innenstadt

Ausbaupläne

Im Stadtteil Grombühl soll an die nordöstliche Ecke der Schleifenfahrt der Linien 1 und 5 eine Neubaustrecke angeschlossen werden, mit der das Universitätsklinikum auch in seinen bergseitigen Teilen erschlossen wird. Die Betriebsaufnahme war einmal für 2013 geplant, auch Anfang 2017 waren noch nicht einmal erste Baumaßnahmen zu erkennen.

Ende 2010 wurde die Trassenführung für das Projekt Linie 6, eine neue Verbindung von der Altstadt zur Universität im Hubland, vorgestellt. Die Strecke soll an der Juliuspromenade an das bestehende Netz angeschlossen werden und führt an der Residenz vorbei und über den Wittelsbacherplatz. Ferner werden die Leighton Barracks, ein in der Konversion befindlicher Kasernernkomplex, angeschlossen. Die Betriebsaufnahme sollte ursprünglich 2017 erfolgen, auch hier ist die Planfeststellung noch nicht abgeschlossen und auch nicht bis 2019 die Fertigstellung zu erwarten. Da die ÖPNV-Förderung herkömmlicher Art dann ausläuft, ist die Finanzierung der Strecke derzeit nicht abzusehen. Immerhin bereitet die Würzburger Straßenbahn GmbH mittlerweile die Ausschreibung zur Beschaffung von 18 Neubaufahrzeugen vor, die den Mehrbedarf abdecken sollen, aber auch die letzten reinen Hochflurwagen ersetzen sollen. Die Vergabeentscheidung ist noch für Spätherbst 2017 geplant.

Zur Vorbereitung der Landesgartenschau 2018 soll endlich die Modernisierung des Bahnhofsplatzes und damit auch der dortigen Haltestellenanlagen der Tram in Angriff genommen werden. Auch diese Planungen sind höchst umstritten. Im Juli 2017 war - abgsehen vom Abriß der Pavillone an der Westseite - jeodch nichts erkennbar.

Die Linien-Fahrzeuge

Drei Fahrzeugtypen begegnen sich

Drei Fahrzeugtypen begegnen sind

Zwei Typen gefällestreckengeeigneter Fahrzeuge, die älteren nur mit einem kleinen Niederfluranteil, bilden das Rückgrat für den Linienverkehr. Ergänzt wird dieser Fahrzeugpool durch ältere DÜWAG-Achtachser, die allerdings nicht im Linieneinsatz auf der Strecke zum Heuchelhof eingesetzt werden können und daher im Linienbetieb auf die Linien 1, 2 und 4 sowie allenfalls auf den Linien 3 und 5 bis zum Dallenbergbad beschränkt sind.

DÜWAG-Achtachser

DÜWAG-Achtachser

Der Fahrzeug-Einsatz

Zu den verschiedenen Fahrplantakten sind die Linien in unterschiedlicher Weise miteinander im Umlauf verknüpft. Für den nur werktags morgens angebotenen 12-Minunten-Takt ist das Betriebsprogramm so gestaltet, daß auf den Stadtlinien auch im Regelverkehr DÜWAG-Achtachser eingesetzt werden, mittags und nachmittags sind nur während der Schulzeit Einsetzwagen mit diesem Wagentyp unterwegs.

In der jeweiligen Lastrichtung (morgens stadteinwärts, mittags stadtauswärts) werden zusätzliche Schnellkurse auf der Heuchelhofstrecke eingesetzt. Mit diesen Fahrzeugen werden nach 09:00 Uhr im Betrieb verbleibende Kurse, die mit DÜWAG-Altfahrzeugen bestückt waren, im Tausch in der Wendeschleife Sanderau ersetzt. Die Schnellkurse tragen die Linienbezeichnungen 505 Rottenbauer - HBF und 504 Rottenbauer - Zellerau.

Die Fahrzeuge werden von den Betriebshöfen Sanderau und Heuchelhof aus eingesetzt. Montags bis freitags findet ein reger Zugaustausch zwischen den beiden Betriebshöfen statt, in dem Züge des einen Betriebshofes beim anderen einrücken. Dieses betrifft jeweils 3 Plankurse der Linien 5 jedes Betriebshofes und ein Plankurs der Linie 3 im Tausch gegen einen Nachmittags-Verstärker sowie an Schultagen drei Schnelläufer, die morgens vom Heuchelhof kommend beim Bh Sanderau einrücken und mittags den Weg zurück finden.

Niederflur-Tw 250 auf der Schnellfahrt, bezeichnet als Linie 505

Niederflur-Tw 250 auf der Schnellfahrt, bezeichnet als Linie 505

Die Fahrzeuge werden von den Betriebshöfen Sanderau und Heuchelhof aus eingesetzt, rücken auch beim anderen Betriebshof ein und werden so auch getauscht.

Die Umlaufpläne April 2017

Betriebsprogramme gibt es für werktags montags bis freitags, sonnabends und sonn- und feiertags. Außerhalb der Schulzeit entfallen die angekündigten und nicht angekündigten Einsetzwagen und Schnellfahrten. Sonderprogramme in Form von zusätzlichen Einsätzen gibt es etwa beim alljährlichen Volksfest Kiliani im Juli. Abends, sonntags bereits ab mittags verstärken zwei Kurse das Angebot zwischen Hauptbahnhof und Zellerau auf einen 10-Minuten-Takt.

Erstmals seit Jahren hat es größere Änderungen gegeben. Für die Strecke von/nach Zellerau sind Fahrzeitverlängerungen unausweichlich geworden. Damit reichte die bislang eingeplante Wendezeit dort nicht mehr mit der Folge, daß im 15-Minuten-Takt nach 09:00 Uhr Linienübergänge zwichen den Linien 2 und 4 eingeplant wurden und damit faktisch ein Zug mehr benötigt wird. Durch Fahrplananpassungen wurde der Linienübergang zwischen den Linien 2 und 3 am Hauptbahnhof aufgegeben und die dortige Wendezeit gekürzt, damit wieder ein Zug eingespart. Die Linie 3 fährt nunmehr ohne Kombination mit anderen Linien; allerdings geht abends ein Kurs auf die Linie 5 über.

Eine Kombination eines Umlaufs mit den Linien 1, 2, 4 und 5 wäre allerdings sehr störanfällig. Deshalb wurde in Sanderau die Wendezeit verlängert und der Linienübergang zwischen den Linien 1 und 4 aufgegeben. Es fahren nunmehr die Linien 1 und 5 sowie die Linien 2 und 4 verknüpft und die Liinie 3 solo. Im morgentlichen 12-Minuten-Takt wird die Kombnination von 2 und 4 nicht gefahren, sie fahren linienrein, wobei die letzten reinen Hochflurfahrzeuge auf 4 von 5 Kursen der Linie 4 zu finden sind.

An Wochenenden wurde der Fahrplan und damit der Umlaufplan gestrafft. Samstags entfällt der Einsatz der Linien 1, 2 und 3 und der tagsüber geltende 20-Minuten-Takt. Statt dessen fahren die Linien 4 und 5 im 10-Minuten-Takt, wobei alle Fahrten der Linie 4 über Hauptbahnhof und alle Fahrten der Linie 5 über Athener Ring geführt werden.

In einer .pdf-Datei sind allgemeine Erläuterungen und das Abkürzungsverzeichnis für die Umlaufpläne enthalten.

In einer .zip-Datei sind alle vorhandenen Umlaufpläne und die Erläuterungs-Datei enthalten.




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