Tram in Saarbrücken

Unternehmen

Die Saarbahn GmbH betreibt in Saarbrücken die Tram und das Busnetz, die Stadtbahn Saar GmbH ist Infrastrukturträger und Planungsverantwortlicher für den Öffentlichen Nahverkehr in der saarländischen Landeshauptstadt.

Saareguemines

Ein echtes Tram-Train-System und das grenzüberschreitend: Ein Triebwagen der Saarbahn verläßt gerade den Bahnhof Sarreguemines in Frankreich. Nach wenigen Kilometern erreicht er die deutsche Seite auf der Eisenbahnstrecke Saarbrücken - Strasbourg.

Tram ist dabei vielleicht das falsche Wort, hier in Saarbrücken ist ein Tram-Train-Projekt entstanden. Von Anfang an war geplant und ist heute realisiert, daß die Straßenbahn außerhalb der Innenstadt auf die Gleise noch betriebener oder zu reaktivierender Eisenbahnstrecken wechselt, und das grenzüberschreitend.

Die Saarbahn verfügt über einen eigenen Internet-Auftritt unter www.saarbahn.de. Dort sind auch Fahrplaninformationen erhältlich.

Das Liniennetz

Das "Netz" besteht aus einer einzigen Linie, bezeichnet als S1. Die Strecke beginnt in Frankreich, in Sarreguemines, einem kleinen und gemütlichen Grenzstädtchen. Dort, im Bahnhof, stellt die Stadtbahn den Anschluß an die -allerdings nicht sehr häfig verkehrenden- SNCF-Züge, vor allem in Richtung Strasbourg, her.

Nördlich des DB-Bahnhofs Brebach wechselt die Bahn auf den Tram-Gleiskörper, durchquert das Stadtgebiet von Saarbrücken und die Gemeinde Riegelsberg, um in Walpershofen auf die ehemalige Eisenbahnlinie in Richtung Lebach einschwenken. Nach Durchfahrt des Bahnhofs Lebach wird während der Schulzeiten noch der kurze DB-Streckenstutzen bis Lebach-Jabach bedient. Die letzte Verlängerung der Linie nach Lebach ging im Oktober 2014 in Betrieb.

Walpershofen Bauarbeiten

Am anderen Ende der Strecke: nördlich der Haltestelle Walpershofen wird die Strecke auf die ehemalige DB-Strecke nach Lebach einschwenken. Mittlerweile ist die Strecke hier in Betrieb.

Die Linien-Fahrzeuge und ihr Einsatz

Die Saarbahn GmbH verfügt über 28 dreiteilige Niederflur-Zweisystem-Stadtbahnwagen aus dem Hause Bombardier, die in den Jahren 1996 (15 Stück) und 2000 (13 Stück) beschafft wurden. Bis zum Erreichen des heute realisierten Ausbaustandes waren das zu viele Fahrzeuge, deshalb halfen Fahrzeuge der Saarbahn immer wieder aus, jahrelang in Kassel bei der Regiotram, zuletzt in Karlsruhe.

Die Fahrzeuge werden in der Regel solo eingesetzt, nur einzelne Umläufe in der werktäglichen morgentlichen Hauptverkehrszeit und zwei Kurse am Mittag werden in Doppeltraktion eingesetzt.

1022 am Römerkastell

Triebwagen 1022 an der Haltestelle Römerkastell. Auf seiner Fahrt nach Kleinblittersdorf wird er gleich auf die DB-Strecke wechseln.

Betrieblicher Schwerpunkt ist Brebach. Auf den dort vorhandenen Abstellgleisen wurden früher die Fahrzeuge in der Nacht abgestellt. In den Jahren 2010 und 2011 wurde dort eine Betriebswerkstatt für die Saarbahn gebaut, die am 05.09.2012 dem Betrieb übergeben wurde. Als die Wartung hier aufgenommen wurde, wurde die Betreuung der Fahrzeuge im DB-Betriebswerk Saarbrücken obsolet. Am anderen Ende der Strecke, in Lebach, wurde eine kleine Abstellanlage mit Halle errichtet. Hier übernachten einige Triebwagen seit Oktober 2014.

Die Umlaufpläne 2014/2015

Betriebsprogramme gibt es für werktags montags bis donnerstags, werktags freitags, samstags und sonn- und feiertags. In den Schulferien entfallen einzelne Fahrten morgens und mittags zwischen Hanweiler und Kleinblittersdorf, auch dürften die meisten Doppeltraktionen entfallen.

Doppeltraktion

Triebwagen 1022 und ein weiterer Wagen in einer Doppeltraktion an der Haltestelle Cottbuser Platz.

In einer .pdf-Datei sind allgemeine Erläuterungen und das Abkürzungsverzeichnis für die Umlaufpläne enthalten.

In einer .zip-Datei sind alle vorhandenen Umlaufpläne und die Erläuterungs-Datei enthalten.

Tw 1022 in Walpershofen

Kurz vor der Endstelle Walpershofen befährt Triebwagen 1022 den provisorischen Gleiswechsel, um in der Haltestelle Richtung Saarbrücken kurzzuwenden. Mittlerweile ist diese Endstelle schon wieder Geschichte.




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