Tram in Köln

Unternehmen

Tram ist auch in Köln nicht mehr der richtige Ausdruck, hat sich doch das Netz seit Mitte der 60er Jahre in einer Vielzahl von Schritten zu einem Stadtbahnnetz entwickelt, in der Innenstadt sowie in einigen Außenbezirken als U-Bahn im Untergrund, ansonsten auf vielen Streckenabschnitten auf eigenem Gleiskörper. Dazu sind die (ehemaligen) Überlandstrecken nach Bensberg, Porz-Zündorf, Frechen sowie nach Bonn über Wesseling und über Brühl eingebunden. Betrieben wird der Verkehr auf den Linien von den Kölner Verkehrsbetrieben KVB, die den Stadtwerken Köln und zu einem kleinen Teil direkt der Stadt Köln gehören. Den eigenen Internet-Auftritt der Gesellschaft findet man unter www.kvb-koeln.de.

4099 und 4555 in Merkenich

Juni 2007: Zwei Typen von Niederflur-Flexity Swift wurden in der damals noch kleineren Abstellanlage Merkenich abgestellt und warten auf ihren nächsten Linieneinsatz auf der Linie 12: links der ältere 4099, rechts der neuere 4555. Weitere Fahrzeuge stehen dahinter.

Eingebunden ist das Linienverkehrsangebot in den Verkehrsverbund Rhein-Sieg VRS, der unter www.vrsinfo.de ebenfalls Fahrplaninformationen bereitstellt.

Mit dieser Seite öffne ich mein Fotoarchiv und stelle nicht nur (zum Zeitpunkt der Ersterstellung der Seite) aktuelle Fotos auf die Seite ein. Ein Teil der Fotos stammt aus Juni 2007.

4514 Eifelstraße

Juni 2007: Der Niederflurzug der Linie 12, bestehend aus Triebwagen 4514 und einem Schwesterfahrzeug, mußte wegen Bauarbeiten an der Strecke nach Zollstock vorzeitig an der Eifelstraße wenden. Dazu fuhr er zunächst in Richtung Ubierring, um dann hierher zurückzusetzen und auf den Einsatz zurück nach Merkenich zu warten.

Das Liniennetz

Auch der Begriff "das" Liniennetz trifft heute nicht mehr zu. Heute sind es zwei, allerdings miteinander verbundene Liniennetze, ein klassisch-konventionelles Hochflurnetz sowie ein Niederflurnetz. Das Hochflurnetz besteht aus den alten U-Bahn-Strecken sowie der im Bau befindlichen neuen Nord-Süd-U-Bahn. Auch die Bonner Linien gehören in dieses Netz. Die Liniennummern sind 3, 4, 5, 13, 16, 17 und 18.

2317 Linie 6

Juni 2007: Die Stadtbahn war am Breslauer Platz unterbrochen, die Linien 16 und 18 wurden über die Ringstrecke umgeleitet. Als Ersatz wurde die Baulinie 6 zwischen Ubierring und Dom/HBF eingerichtet (in Anlehnung an die mit der Stillegung der Strecke nach Marienburg verschwundene Linienkennzeichnung). Der Hochflurstadtbahnwagen vom Typ B mit Nummer 2317 in moderner Lackierung führt einen 2200er Wagen in alter Lackierung, der nur einen Fahrerstand hat. Das Gespann erreicht gleich die Haltestelle Eifelstraße.

Nukleus des Niederflurnetzes ist die immer noch (und vielleicht auf Dauer) oberirdische Ost-West-Innenstadtquerung mit ihren Außenästen, u.a. nach Bensberg und Porz-Zündorf. Dazu trat nach Umplanung die U-Bahn über die Ringstrecke. Die Liniennummern sind heute 1, 7, 9, 12 und 15.

2043 Linie 19

Juni 2007: Auch die Linie 19 war eine Baulinie, zwischen Dom/HBF und Klettenberg. Stadtbahnwagen B Nummer 2043 ist mit einem weiteren Fahrzeug unterwegs nach Süden. Gleich wird der Zug den Barbarossaplatz erreichen.

Auf den Fotos sind noch die Linienkennzeichnungen 6, 8 und 19 vorhanden. Diese sind heute in Köln verschwunden.

Die Entwicklung zum heutigen Zustand von einem klassischen Straßenbahnnetz hat bereits vor mehr als 50 Jahren begonnen. Seit 1963 ist die U-Bahn im Bau, Anfang der 70er Jahre beherrschten DÜWAG-GT 8-Fahrzeuge das Bild im Netz, mit dem Stadtbahnausbau begann die Konzentration auf weniger Linien, auch die Einstellung einzelner Streckenabschnitte erfolgte.

2309

Juni 2007: Während der Bauzeit am Breslauer Platz wurden die wichtigen Durchmesserlinien 16 und 18 über die Ringe umgeleitet. Auf dem Weg nach Sürth treffen wir 2309 und einen 2200er Wagen, die gerade den Gleiswechsel südlich der Haltestelle Zülpicher Platz passiert haben und nunmehr auf die Einfahrt in die Haltestelle Barbarossaplatz warten.

Die Linien-Fahrzeuge

Hochflurnetz

Hochfliegende Pläne für den Stadtbahnausbau gab es in Nordrhein-Westfalen, dazu wurde auch ein einheitliches Fahrzeug konzipiert, der Stadtbahnwagen A, der allerdings auf den zuvor geplanten U-Bahn-Strecken in Köln wegen der zu engen Kurvenradien nicht eingesetzt werden konnte. Dafür wurde der Stadtbahnwagen B entwickelt, dessen Prototypen 1973 in Köln und Bonn ihren Betrieb aufnahmen. Während Typ A nirgendwo in den Linieneinsatz kam, wurde der Typ B zum Erfolgsmodell in ganz NRW.

4023 Linie 8

Juni 2007: Als die Verstärkerkurse für den Universitätsverkehr noch bis Porz fuhren, trugen sie die (nunmehr verschwundene) Liniennummer 8. Ein Niederflurzug aus 4023 und einem weiteren Wagen fährt gerade in die Haltestelle Neumarkt ein.

In mehreren Bauserien wurde dieses Fahrzeug zunächst als traktionsfähiger Solotriebwagen, dann auch als Doppeltraktion mit nur einem Fahrerstand in jedem der Teile gebaut. Die ältesten Fahrzeuge sind mittlerweile ausgemustert, ein Großteil der Flotte wird hingegen modernisiert und für einen weiteren Einsatz vorbereitet. Die verschiedenen Bauserien sind, sofern modernisiert, kompatibel und können miteinander gekuppelt werden.

Als Ersatz und zur Ausweitung des Verkehrs wurden zudem in diesem Jahrtausend in mehreren Bauserien Fahrzeuge des Typs Flexity Swift aus dem Hause Bombardier beschafft, zuletzt technisch weitgehend identisch mit Niederflurfahrzeugen des gleichen Typs.

2109

Juni 2007: Abfertigung der U-Bahn an der Haltestelle Dom/HBF. Stadtbahnwagen B mit Nummer 2109, modernisiert mit neuen Türen, soll endlich in Richtung Klettenberg abfahren. Der stetige Strom nachrückender Fahrgäste mußte durch Abfertigungspersonal unterbrochen werden.

Niederflurnetz

Im Niederflurnetz verkehren mehrere Bauserien des Typs Flexity Swift. Vorbild der ersten Serie war der für Wien entwickelte Fahrzeugtyp T für die Hochbahnlinie U6.

Der Fahrzeug-Einsatz

Im Linienverkehr werden heute planmäßig Doppeltraktionen eingesetzt. Solo-Triebwagen findet man nur noch bei Fahrzeugmangel und im Sonderverkehr. Für die Ost-West-Linien wird neuerdings die Vorbereitung eines Einsatzes von Dreifachtraktionen aus Kapazitätsgründen diskutiert, allerdings wären dafür noch zahlreiche bauliche Vorbereitungen zu treffen. Auch rechtliche Aspekte und Sicherheitsfragen werden sicherlich noch zu klären sein.

5142+5202

Hochflurzug vom Typ Flexity Swift auf der Linie 13 an der Haltestelle Aachener Straße/Gürtel: Wagen 5142 mit 5202 ist auf dem Weg zur Endhaltestelle Sülzgürtel.

Die Fahrzeuge werden in einem mehrtägigen Umlauf von den Betriebshöfen West in Braunsfeld, Merheim und Wesseling (nur Hochflur) sowie den Abstellanlagen am RheinEnergie-Stadion, im U-Bahnhof Bf. Deutz/Messe, in Merkenich und Porz aus eingesetzt. Da die Abstellkapazitäten nicht ausreichen, übernachten zudem an vielen Endhaltestellen Fahrzeuge. Offenbar wird in Weidenpesch nördlich des Geländes der Hauptwerkstatt eine weitere Abstellanlage geplant.

Die Umlaufpläne 2015/2016

Betriebsprogramme gibt es für montags bis donnerstags, freitags (Nachtverkehr), samstags und sonn- und feiertags. In den Fahrplan eingefügte Einsetzwagen für den Schülerverkehr oder den Studentenverkehr entfallen in den Schul- oder Semesterferien genauso wie einige nicht im Fahrplan enthaltene Fahrten. Die Wochenendpläne konnten nicht verifiziert werden und werden daher hier nicht veröffentlicht. Fahrplanwechsel ist, wie üblich, im Dezember.

In einer .pdf-Datei sind allgemeine Erläuterungen und das Abkürzungsverzeichnis für die Umlaufpläne enthalten.

In einer .zip-Datei sind alle vorhandenen Umlaufpläne und die Erläuterungs-Datei enthalten.

2425+2421

Die Stadtbahnwagen Typ B der ersten Generation werden teilweise nodernisiert: ein Zug aus so ertüchtigten Fahrzeugen mit den Nummern 2425 und 2421 ist auf der Linie 4 in Richtung Bocklemünd unterwegs. Gerade hat er die Bahnunterführung in Deutz verlassen und fährt in die Haltestelle Bf. Deutz/Messe ein.

Schul- und Semesterzeit

Änderungen während der laufenden Periode

Die neue Nord-Süd-U-Bahn ist wegen des Einsturzes des Kölner Stadtarchivs immer noch nicht durchgängig befahrbar. Seit Jahren wird der Nordabschnitt zwischen Dom/HBF und Heumarkt von der Linie 5 befahren. Der Südabschnitt zwischen Bayenthal und Severinstraße wurde ebenfalls fertiggestellt, es fehlte der Lückenschluß. Um die Investitionen nicht jahrelang brach liegen zu lassen, andererseits die laufenden Betriebskosten nicht unangemessen zu erhöhen, wurde vorgeschlagen, den Südast vorläufig in der Hauptverkehrszeit zwischen Rodenkirchen und Severinstraße zu bedienen. Nach politischer Diskussion hat man sich entschlossen, die Linie doch ganztägig und am Wochenende zu bedienen, in der morgentlichen Hauptverkehrszeit bis Sürth verlängert. Im April 2016 wurde auch in der nachmittäglichen Hauptverkehrszeit diese Verlängerung eingeführt.

Ausbauvorhaben

Wie in jeder wachsenden Großstadt soll auch in Köln der schienengebundene öffentliche Nahverkehr ausgebaut werden. Vieles ist in der Planung, aber einiges (auch teures) ist bereits in ein konkreteres Stadium getreten: