Straßenbahn in Kumamoto (JPN)

Allgemeines

Kumamoto liegt im Südwesten Japans auf der Insel Kyushu, etwa 75 km Luftlinie von Nagasaki und gute 100 km von Fukuoka entfernt, und hat gute 600.000 Einwohner. Die Stadt ist Verwaltungssitz und Universitätsstadt.

Zwei Triebwagen begegnen sich

Zwei Altbauwagen auf der Linie 2 begegnen sich zwischen Innenstadt und Hauptbahnhof. Auch im Tramverkehr herrscht in Japan Linksverkehr.

Die Tram in Kumamoto wird vom "Kumamoto City Transportation Bureau"(englische Übersetzung) betrieben. Der Internet-Auftritt des Verkehrsbetriebs ist leider nur auf japanisch, aber mit ein bischen Klicken sind auch Fotos zu finden. Die Adresse: www.kotsu-kumamoto.jp.

Das Liniennetz

Die Tram, in Japan in englischer Übersetzung "electric light railway" genannt, besteht in Kumamoto aus 2 Linien, den Linien 2 und 3. Auf ihrem südöstlichen Ast fahren beide Linien, den größten Teil ihrer jeweiligen Strecke, gemeinsam von der Innenstadt bis nach "Kengunmachi". An diesem Linienast befindet sich auch der Betriebshof bei der Haltestelle "Kotsukyoku-mae".

Serie 1200

Schon ein älteres Semester ist der Triebwagen der Bauserie 1200. Ganzfahrzeugwerbung ist bei den Altbauwagen weit verbreitet.

Serie 8800

Etwas neueren Datums ist das Fahrzeug der Serie 8800.

In der Innenstadt teilt sich die Tram in einen nördlichen und einen südwestlichen Linienast, der erste wird von der Linie 3, der zweite von der Linie 2 befahren. Der nördliche Endpunkt ist "Kamikumamotoeki-mae", der südwestliche ist "Tasakibashi". Die Linie 2 bedient auch den Hauptbahnhof von Kumamoto.

Netz Kumamoto

Das Netz ist auch als .pdf-Datei zu erhalten.

Die Netzlänge beträgt 12,1km und ist in Regelspur verlegt.

Serie 1000

Fahrzeug der Bauserie 1000.

Abendliches Umsetzen am Hauptbahnhof

Ein Altbaufahrzeug der Serie 1300 setzt am Abend vorzeitig am Hauptbahnhof um. Im Hintergrund kommt ein moderner GT4, der die Gesamtstrecke befährt, auf seiner Fahrt Richtung Innenstadt zum Hauptbahnhof.

Die Linien-Fahrzeuge

Verachsige Hochflurfahrzeuge in unterschiedlichem Modernisierungsgrad dominieren, wie fast überall in Japan, den Tramverkehr.

1997 wurde der erste, von Adtranz und einem japanischen Partner gebaute Niederflurtriebwagen angeliefert. Die kurze Type GT4 entspricht, wenn auch nicht in der Länge, dem erfolgreich in Bremen, München und vielen anderen Städten eingesetzten Niederflurwagen, dort in der Regel als GT6 oder GT8 mit drei oder vier Wagenteilen statt deren zwei in Japan. In den Folgejahren wurden weitere Fahrzeuge dieses Typs beschafft.

Serie 9200

Im Design schon deutlich modern, aber immer noch Hochflur: Wagen 9201.

Der Betriebsablauf

Die Fahrzeuge werden freizügig eingesetzt.

Niederflur-Wagen

In Kumamoto begann das Niederflurzeitalter in Japan 1997 mit dem Adtranz-GT4. Dieses Fahrzeug, 9704, ist allerdings noch ein wenig jünger.

Betriebsprogramme bestehen für montags bis freitags, samstags und sonntags. Der Verkehr ist nicht vertaktet. Der Betrieb wird gegen 05:45 Uhr beim Betriebshof aufgenommen und endet kurz nach 23:00 Uhr an den Endstellen.

Die Linie 3 fährt nur etwa alle 10 bis 15 Minuten, die Linie 2 auf ihrer Gesamtstrecke nicht öfter, wird aber zwischen Hauptbahnhof und Depot bzw. Innenstadt und Depot bis auf einen drei bis fünf-Minuten-Abstand in der Hauptverkehrszeit verdichtet.

Bauarbeiten

Die nationale Eisenbahngesellschaft, JR, Japan Railways, baut zur Zeit sein Hochgeschwindigkeitsnetz (Shinkansen) im Süden auf der Insel Kyuschu aus. Bislang ist noch der Endpunkt Hakata in Fukuoka am Nordrand der Insel. Bis 2014 soll die Strecke über Kumamoto bis in den Süden nach Kagoshima am Südende der Insel verlängert werden. Dazu wird nicht nur der Hauptbahnhof von Kumamoto grundlegend umgebaut werden müssen, der Shinkansen bekommt einen Extra-Bahnhofsteil mit Bahnsteig in der Hochlage, auch der Bahnhofsvorplatz wird modernisiert und ein repräsentatives Eingangstor in die Stadt geschaffen. Zu diesem Zweck wird die Tram ab dem Bahnhofsvorplatz bis zur Endstelle neu trassiert.

Neues Dach am Bahnhofsplatz

Die Haltestelle am Hauptbahnhof bekommt ein repräsentatives Dach.

Beide Trassen nebeneinander

Im April 2010 war die neue Strecke, leicht versetzt zur alten Strecke, noch nicht betriebsbereit.

Neue Umsetzanlage

Auch künftig ist ein Umsetzen von Kurzläufern an der Haltestelle Hauptbahnhof vorgesehen. Allerdings wird die Umsetzanlage aus dem Haltestellenbereich heraus verlegt. Achtung ! Linksverkehr, auch wenn es auf den ersten Blick anders wirkt, das Umsetzen kann nicht aus der Fahrtrichtung heraus erfolgen.

Nihongiguchi

Eine Haltestelle hinter dem Hauptbahnhof "Nihongiguchi" im Bauzustand. Auch künftig wird nach dieser Haltestelle die strecke eingleisig und eine Haltestelle weiter (im Hintergrund) stumpf enden.




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