Tram in Halle/Saale

Unternehmen

Die Straßenbahn in Halle an der Saale wird von der Halleschen Verkehrs-Aktiensgesellschaft (HAVAG) betrieben. Der Internetauftritt dieses Unternehmens ist unter www.havag.com zu finden, selbstverständlich auch mit Fahrplaninformationen.

500

MGT6D-Prototyp 500 auf der Linie 8 in Fahrtrichtung Elsa-Brandström-Straße an der zentralen Haltestelle Marktplatz. Die beiden Prototypen konnten übrigens auf den Linien 3, 8 und als Verstärkungswagen beobachtet werden.

Der Nahverkehr in Halle gehört zum Mitteldeutschen Verkehrsverbund, dessen Internetseiten, zu erreichen über www.mdv.de, ebenfalls über das Tram-Fahrtangebot in Halle informieren.

624

MGT6D mit der Nummer 624 auf der Linie 12. Das Fahrzeug hat gerade die Haltestelle Riebeckplatz verlassen und befindet sich vor dem Abzweig Büschdorf/Ammendorf am Hauptbahnhof. Diese Strecke ist in den letzten Jahren neu trassiert worden.

Das Liniennetz

Das Straßenbahnnetz in Halle gehört zu den größeren Netzen. In den letzten Jahren sind mehrere Netzergänzungen dazugekommen. Neben dem Stadtnetz mit dem Linien 1 bis 4 und 6 bis 12 in Halle verkehrt eine Überlandlinie über Merseburg nach Bad Dürrenberg (Linie 5); dazu kommt eine ergänzende Ortslinie in Merseburg (Linie 15).

Die Linien 3, 4, 6 und 9 bis 12 verkehren nur bis gegen 20 Uhr, dann nehmen die "Nachtlinien" 94 und 95, die allerdings auch samstags und sonntags im Frühverkehr fahren, ihren Betrieb auf.

649

Am Rannischen Platz begegnet uns Triebwagen 649 auf der Linie 11 in Richtung Göttinger Bogen.

Betriebshöfe für Tram-Fahrzeuge sind Rosengarten an der Strecke nach Ammendorf und Freiimfelder Straße nahe des Hauptbahnhofs. Im (ehemaligen) Betriebshof Merseburg werden während der Bauarbeiten auf der Linie 5 (und deren Unterbrechung in Merseburg) Fahrzeuge für den Außenast der Linie 5 und die Linie 15 abgestellt, die in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden.

Die Linien-Fahrzeuge

Im Jahr 2012 sind immer noch TATRA-Züge unverzichtbar. Planmäßig werden mehrere Großzüge, bestehend aus zwei Triebwagen und einem Beiwagen, auf den (kombinierten) Linien 1 und 2 eingesetzt.

TATRA-Züge aus Trieb- und Beiwagen werden bei Bedarf als Ersatzfahrzeug eingesetzt.

1208 mit 222

Noch kann auf sie nicht verzichtet werden: TATRA-Züge, hier ein Zweiwagen-Zug aus Triebwagen 1208 und Beiwagen 222 auf der Linie 6 Richtung Reileck am Rannischen Platz, werden auch als Fahrzeugersatz benötigt.

Die größte Last des Verkehrs tragen die insgesamt 62 (davon 2 Prototypen: Nummern 500 und 501) dreiteiligen sechsachsigen Niederflurgelenkwagen mit der Typenbezeichnung MGT6D, die in mehreren Serien seit 1992 beschafft worden sind.

Als Ersatz für die TATRA-Großzüge wurden seit 2004 insgesamt 30 Heck-an-Heck gekoppelte zweiteilige, sechsachsige Niederflurfahrzeuge mit der Typenbezeichnung MGT-K beschafft.

1211 mit 1153 und 206

Auch die TATRA-Großzüge werden noch gebraucht. Hier treffen wir Triebwagen 1211 (vorne) mit Triebwagen 1153 in der Mitte und Beiwagen 206 auf der Linie 1 am Steintor in Fahrtrichtung Beesen.

Der Fahrzeug-Einsatz

Große Fahrzeugeinheiten beherrschen die im Umlauf gekoppelten Linien 1 und 2 sowie montags bis freitags die Linie 5. Dabei werden TATRA-Züge fast ausschließlich auf den Linien 1 und 2 eingesetzt. Alle übrigen Linien werden mit den kleineren Niederflureinheiten gefahren.

Für den Rund-um-Anschluß im Abend- und Nachtverkehr (sowie im Frühverkehr an Samstagen und Sonntagen) können aufgrund von Platzproblemen am Marktplatz keine großen Fahrzeuge eingesetzt werden; sie sind wegen der geringeren Nachfrage auch verzichtbar. Aus diesem Grunde werden für diese Zeiten die Linien 1 und 2 mit Fahrzeugen befahren, die von den Linien 3, 8, 10 oder 11 kommen oder später dort verkehren. Kurze Züge der abendlichen Linie 5 kommen, sofern sie nicht ohnehin den ganzen Tag über eingesetzt worden sind, von den Linien 4 und 7.

680 + 679

Die "neuen Großzüge": Doppeltraktionen, Heck-an-Heck gekoppelt, des Typs MGT-K, hier 680 (vorne) und 679 auf der Linie 5 am Steintor. Das Fahrtziel Bad Dürrenberg kann der Zug allerdings wegen Bauarbeiten derzeit nicht erreichen. Jedes dieser Fahrzeuge verfügt übrigens nur über einen Fahrerstand.

Die Großzüge kommen alle vom Betriebshof Freiimfelder Straße und rücken auch dorthin ein, die kürzeren fast ausschließlich vom Betriebshof Rosengarten. Bei diesem Fahrzeugtyp findet in geringem Umfang ein planmäßiger Austausch zwischen den Betriebshöfen statt.

Die Umlaufpläne Herbst 2012

Betriebsprogramme gibt es für werktags montags bis freitags, samstags und sonn- und feiertags. Es gibt einige wenige Fahrten zur Verstärkung im Schülerverkehr sowie einige Fahrten während des Semesters zur Abwicklung des Verkehrs von und zur Hochschule.

686 + 685

Auf der Linie 2 in Fahrtrichtung Beesen treffen wir am Steintor auf die Doppeleinheit aus 686 und 685.

Umlaufmäßig gekoppelt sind montags bis freitags die Linien 1 und 2 in Beesen, 3 und 8 in Trotha sowie die Linien 4 und 7 in Kröllwitz, ferner die Linien 9 und 10 am Hauptbahnhof und die Linien 11 und 12 an der Damaschkestraße.

An den Wochenenden fahren die Linien 1 und 2 getrennt, ausgenommen im Nachtverkehr, in Trotha sind die Linien 3 und 12 verbunden und am Hauptbahnhof die Linien 9 und 10.

Bei den Übergängen vom und zum Tagesverkehr gehen zudem zahlreiche Kurse von einer auf eine andere Linie über, um die Fahrzeugkapazitäten auf den Hauptlinien 1, 2 und 5 zu vergrößern.

In einer .pdf-Datei sind allgemeine Erläuterungen und das Abkürzungsverzeichnis für die Umlaufpläne enthalten.

In einer .zip-Datei sind alle vorhandenen Umlaufpläne und die Erläuterungs-Datei enthalten.

Die Wochenendpläne:

641

Kurzwende am Hauptbahnhof: Die Linien 4 und 12 wenden in der Ankunftshaltestelle unter den Bahngleisen. Nach kurzer Wendezeit fahren sie auf ihrer Strecke zurück und setzen dafür auf dem vorhandenen Gleiswechsel um, hier Wagen 641 der Linie 4 nach Kröllwitz. Zukünftig soll hier allerdings ein gesondertes Wendegleis gebaut werden.

Weitere Entwicklung

In der Stadt wird derzeit das Zielnetz 2025 diskutiert. Dieses wird angesichts der demografischen Entwicklung Kürzungen im Liniennetz mit sich bringen, allerdings ohne auf eine Strecke zu verzichten.

Die Linien 6 und 11 sollen entfallen, ebenso die sehr großzügige Endstelle Südstadt. Nach Beesen soll künftig die Linie 3 fahren, die Linien 1 und 2 enden an der Veszpremer Straße - wohl mit Linienübergang. In Neustadt soll die Linie 2 zur Schwimmhalle zurückgenommen werden, dafür muß noch eine Wendeanlage gebaut werden. Die Soltauer Straße soll von der Linie 9 bedient werden. Die Linie 4 verkehrt nicht mehr zum Hauptbahnhof, sondern übernimmt ab Marktplatz den Ast der Linie 6 zum Reileck. Die Linie 12 endet bis auf Einzelfahrten am Hauptbahnhof, sonst in Ammendorf. Und die Linie 8 wird von Trotha zur Geschwister-Scholl-Straße zurückgenommen.

Allerdings soll die Linie 1 im Stadtteil Frohe Zukunft verlängert werden.

652

Wagen 652 auf der Linie 10 Richtung Göttinger Bogen am Steintor.




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