Tram in Rouen

Unternehmen

Im Dezember 1994 begann das Tram-Zeitalter in Rouen, hier als "metrobus" bezeichnet. In den Außenbezirken ganz im Character einer Straßenbahn gehalten, gleicht die Innenstadt-Stammstrecke einer Metro mit unterirdischen Stationen im Kernbereich der Innenstadt.

Boulingrin

Endhaltestelle Boulingrin nach dem Umbau und mit den neuen Fahrzeugen: mittlerweile ist die Station viergleisig, hat (im Rücken des Fotografen) ein Abstellgleis neben den Streckengleisen und auch ein Stationsgebäude für das Personal der Metro und der hier verkehrenden Buslinien erhalten.

Der Betrieb wird in Rouen unter kommunaler Regie von einem Veolia-Tochterunternehmen namens TCAR geführt, die Vermarktung der Angebote im öffentlichen Nahverkehr erfolgt, wie in Frankreich üblich, unter einem besonderen Markennamen: crea-astuce. Der Internetauftritt mit Fahrplaninformationen ist deshalb unter www.crea-astuce.fr zu finden.

Tunnelmund Boulingrin

Auf der Rampe in den U-Bahn-Tunnel treffen sich zwei Züge der Metro. Links liegt das Abstellgleis.

Das Liniennetz

Das Tramnetz besteht aus einer Nord-Süd-Stammlinie durch die Kernstadt von Rouen, die sich südlich der Seine in zwei Äste aufteilt. Eigentlich werden zwei Linien betrieben, doch die Linienbezeichnung M (für Metro) suggeriert, daß es nur eine Linie gibt. So sind die Linien nur durch die Beschilderung der Endstelle auseinanderzuhalten.

Palais de Justice

Gerade fährt in die Station Palais de Justice ein Metrozug in Fahrtrichtung Boulingrin ein. Der Zug ist mit Rouen Boulingrin (im Wechsel) beschildert. Die Vororte, die die Metro bedient, sind eigenständige Gemeinden und das erfordert eine "überregionale" Zielangabe.

Es gibt noch Linien mit der Bezeichnung T1 bis T3, in anderen französischen Städten würden sie Tramlinien bezeichnen, nicht so in Rouen. Auf dem rechten Ufer der Seine wurde hier in der Kernstadt eine Busstrecke unter dem Namen TEOR (Transport in Ost-West-Richtung in Rouen) realisiert. Diese Busstrecke hat einen vom übrigen motorisierten Individualverkehr abgetrennten Fahrbereich in der City. Die Busse werden durch eine optische Spurführung an die Haltestellen herangeführt. In den Außenbezirken fahren die Busse im normalen Straßenverkehr.

Seine-Brücke

Auf der Seine-Berücke kommt uns ein Zug in Fahrtrichtung stadtauswärts entgegen. Um die teuere Tunnelflußquerung zu sparen, taucht die Metro vor der Brücke aus dem Untergrund auf, um dahinter wieder unten zu verschwinden.

Die Linien-Fahrzeuge und ihr Einsatz

Der Erfolg frißt seine Kinder! Angesichts der Steigerungen der Beförderungszahlen um über 60% in mehr als 10 Jahren waren die ursprünglich beschafften 28 französischen Standardtriebwagen TFS sehr schnell viel zu klein, um den Ansturm der Fahrgäste zu bewältigen - das Gedränge in den Hauptverkehrszeiten zeugte davon.

TEOR

Ein moderner Bus der T-Linien auf der vom motorisierten Individualverkehr abgetrennten eigenen Fahrbahn. Die gestrichelte Doppellinie dient übrigens der optischen Spurführung des Busses, um eine paßgenaue Anfahrt an die Haltestellen zu gewährleisten.

Deshalb wurden nach weniger als 20 Jahren Nutzungsdauer ab 2011 insgesamt 27 Fahrzeuge vom Typ Alstom CITADIS 402 beschafft. Durch diese 42m langen Fahrzeuge wurde die Kapazität um mehr als 50% erhöht.

Seitenbild

Die eleganten neuen Metro-Triebwagen sind ganz in weiß gehalten. Seitenbilder in Form von Strichzeichnungen, auf den Fenstern in weiß gehalten, auf dem weißen Fahrzeug in schwarz, bieten einen besonderen Akzent.

Die alten Fahrzeuge sollen verkauft werden. Dem Vernehmen nach hat ein Verkehrsbetrieb in der Türkei die Fahrzeuge gekauft. Im Mai 2013 stand die Mehrzahl der Fahrzeuge - ohne Stomabnehmer - im Betriebshof abgestellt. Historische Bilder vom Betrieb dieser Fahrzeuge und ihrem gegenwärtigen Zustand finden Sie hier.

Saint-Sever

Ein Metrotriebwagen erreicht, von der Innenstadt kommend, die Haltestelle Saint-Sever. Unmittelbar danach teilt sich die Strecke in zwei Linienäste auf, um dann die Endstellen Georges Braque bzw. Technopôle zu erreichen.

Die Fahrzeuge werden vom Betriebshof eingesetzt, der an der Haltestelle Charles de Gaulle liegt (die Haltestelle liegt genau zwischen den beiden Einfahrten).

François Truffaut

Auf dem Weg in Richtung Georges Braque hat ein Zug gerade die Haltestelle François Truffaut verlassen. Auch diese Straße im Vorort Petit Quevilly wurde durch die Tramlinie deutlich verbessert, die Baumallee neu angelegt.

Die Metrolinien sind umlaufmäßig miteinander verbunden. Ein- und Ausrückfahrten werden grundsätzlich leer durchgeführt. Ausrücker in Richtung Technopôle können vom Betriebshof kommend hinter der Haltestelle Avenue de Caen direkt über eine Kurve abbiegen. In Gegenrichtung fahren die Züge durch die Haltestelle Saint-Sever in Richtung Tunnelstrecke und setzen über den Gleiswechsel kurz vor der Haltestelle Joffre-Mutualité um.

place du 8-Mai

In Gegenrichtung begegnet uns ein Zug an der Haltestelle Place du 8-Mai.

Die Umlaufpläne

Wie üblich in Frankreich gibt es einige Betriebsprogramme: montags bis freitags (Schule und Ferien), samstags und sonn- und feiertags in den Fahrplanzeiten Ganzjahr, montags bis freitags in den Weihnachtsferien sowie f&ür die Sommerferien.

Verifiziert werden konnten nur die Pläne montags bis freitags.

In einer .pdf-Datei sind allgemeine Erläuterungen und das Abkürzungsverzeichnis für die Umlaufpläne enthalten.

Charles de Gaulle

Die Haltestelle Charles de Gaulle liegt direkt am Betriebshof zwischen den beiden Einfahrtsbögen. Links im Bild die Verbindung in bzw. aus Richtung Stadtmitte, hinter dem Triebwagen liegt der andere Bogen in bzw. aus Richtung Georges Braque.




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