Tram in Montpellier (F)

Unternehmen

TAM, eine kommunale Gesellschaft mit Minderheitsbeteiligung des Verkehrskonzerns TRANSDEV, betreibt den öffentlichen Nahverkehr in Montpellier und den zur Agglomeration gehörenden Gemeinden. Das Unternehmen betreibt einen Internetauftritt unter der Adresse www.tam-voyages.com. Dort sind Fahrplandaten und Hintergrundinformationen auch zur Tram zu finden.

Citadis 401

Ein CITADIS 401 auf der Linie 1 in Fahrtrichtung Mosson in der Anfahrt auf die Haltestelle Octogone.

Das Liniennetz

Seit April 2012 besteht das im Jahr 2000 mit einer ersten Teilstrecke in Betrieb genommene Netz nicht mehr nur aus zwei Linien, T1 und T2, zwei weitere Linien mit den Bezeichnungen T3 und T4 sind hinzugetreten. Die Besonderheit: alle Linien haben ein eigenständiges Design hinsichtlich der Fahrzeuge und Haltestellenbeschilderung, T1 in blau, T2 in orange, T3 in den Regenbogenfarben mit der Hauptfarbe oliv und T4 in goldener Farbe.

Mit der Eröffnung des Vollringes um die Innenstadt der Linie T4 wurde die Bezeichung "T" für die Tramlinien abgeschafft. Fortan fahren die Linien 1 bis 3 und 4a resp. 4b. Linie 4a fährt den Ring um die Innenstadt im Uhrzeigersinn, Linie 4b in Gegenrichtung.

Die Linien-Fahrzeuge

Für die Linie 1 wurden 30 blaue Alstom CITADIS 301 beschafft, die - wegen des großen Erfolges der Linie - inzwischen zum 401 verlängert werden mußten.

Die Linie 2 ist nicht so verkehrsstark, deshalb reichten dort anfangs die 24 orangefarbenen Alstom CITADIS 302 aus. Gleichzeitig mit Ihnen wurden auch drei blaue CITADIS 302 für die Linie 1 nachbestellt.

Für die Linie 3 wurden 23 CITADIS 402 in den Regenbogenfarben beschafft. Für die Linie T4 reichen kürzere Fahrzeuge aus. Da auf den Linien 1 und 2 weiter Kapazitätsprobleme bestanden, wurden für diese Linien weitere CITADIS 402 beschafft und die drei blauen CITADIS 302 und einige orangefarbene Fahrzeuge des gleichen Typs mit neuem Design für die Linie 4 ausgestattet.

In blauer Farbgebung der Linie 1 sind 3 CITADIS 402 vorhanden, in orange sind 4 Fahrzeuge dieses Types unterwegs. Drei weitere sind in neutralem Schwarz gehalten, um auf allen Linien eingesetzt zu werden. Sie sind im September 2017 allerdings ausschließlich auf der Linie 1 zu finden.

CITADIS 302 der Linie 2

Auf der Linie T2 ist ein (kürzerer) CITADIS 302 in der Anfahrt auf die Haltestelle Gare Saint-Roch. Die Rampe führt die T2 über die Gleise der SNCF, die Strecke der T1 läuft im Hintergrund weiter über den Gleisen der SNCF. Die Trasse wurde durch Einhausung der Eisenbahngleise gewonnen.
Mittlerweile ist die Linie 2 von dieser Stelle verschwunden. Mit Einführung der Linie 3 wurde die Linie 2 begradigt und fährt nun über Comedie.

Der Fahrzeug-Einsatz

Entsprechend des Designs werden die Fahrzeuge linienrein eingesetzt.

In Montpellier gibt es zwei Betriebshöfe, Les Hirondelles für die Linien 1 und 3 und La Jeune Parque für die Linien 2 und 4. Eine am anderen Ende der Linie 3 geplante Abstellanlage wurde nicht realisiert. Damit hat die Zuständigkeit für die Linie 4 gewechselt, ursprünglich wurde auch sie vom Betriebshof Les Hirondelles gefahren.

CITADIS 302 der Linie 1

Die drei nachbestellten Fahrzeuge für die Linie T1 entsprechen, abgesehen von der Lackierung und Inneneinrichtung, denen der Linie T2. Hier ein solcher Triebwagen an der Haltestelle Octogone.

Eine weitere Besonderheit konnte in Montpellier entdeckt werden: die Fahrzeugführer bekommen im Rahmen der elektronischen Betriebsüberwachung nicht nur die eigene Verspätung, sondern auch die Fahrzeit-Abstände des vorhergehenden und folgenden Wagens angezeigt und können entsprechend reagieren.

Kursnummernsystem

Die Kursnummern werden linienweise ab 1 fortlaufend in der Reihenfolge des Ausfahrens aus dem Betriebshof vergeben. Mittags und nachmittags ausfahrende Kurse erhalten neue Kursnummern, die morgens einfahrenden Kurse enden morgens.

Kunst am Bau

Wie in Frankreich üblich wird die Tram zur Aufwertung des städtebaulichen Umfeldes genutzt. Der Platz an der Haltestelle Stade Philippidès wurde mit einem Ringbau gekennzeichnet und mit einem Brunnen geschmückt, den die Tram durchfährt.

Die Kursnummernanzeige erfolgt bei den älteren Fahrzeugen (CITADIS 401 und 302) unterhalb der Liniennummer in der Zugzielbeschilderung, wobei die fortlaufende Nummer der Linie vorangestellt wird. Kurs 0701 ist also der siebente Kurs der Linie 1. Bei den CITADIS 402 wird die Kursnummer hinter der Zielanzeige in der Form Linie - Bindestrich - Kursnummer angezeigt. Leider ist die Zugzielanzeige bei den auf der Linie 1 verkehrenden CITADIS 402 im September 2017 ganz außer Funktion oder es wird nur das Ziel, ohne Liniennummer, angezeigt.

Die noch 2012 beobachtete Verfahrensweise, zwischen den Morgenkursen und den Nachmittagskursen eine Nummer freizuhalten, die für Fahrschulfahrten reserviert war, wird nicht mehr angewandt.

Die Umlaufpläne Herbst/Winter 2017

Betriebsprogramme gibt es für werktags montags bis donnerstags, werktags freitags (Verlängerung Spätverkehr), samstags und sonn- und feiertags. Für die Schulzeit gibt es Taktverdichtungen tagsüber und in den Hauptverkehrszeiten.

2 Generationen

Zwei Genrationen Fahrzuge begegnen sich unmittelbar an der (mittlerweile ehemaligen) Endstelle Mosson der Linie T1. Deutlich ist die untersschiedliche Kopfform der Fahrzeuge zu erkennen, links ein CITADIS 302, rechts ein CITADIS 401.

In einer .pdf-Datei sind allgemeine Erläuterungen und das Abkürzungsverzeichnis für die Umlaufpläne enthalten.

In einer .zip-Datei sind alle vorhandenen Umlaufpläne und die Erläuterungs-Datei enthalten.

T2 im Außenbezirk

Auf den Außenästen der Linie T2 ist die Streckenführung eingleisig. Auf dem Weg nach Jacou durchfährt ein Fahrzeug der Linie T2 weitegehend unbebautes Gebiet.

Ausbaupläne

Der Netzausbau ist noch nicht abgeschlossen. Es soll eine Line 5 geben, die von Norden her in der Nähe der Universität an die Linie 1 angeschlossen wird, den Westring der Linie 4 bis zur Innenstadt bedient und von dort in Richtung Südwesten ebenfalls ein neue Strecke bedient. Der Ringverkehr der Lini4 4 wird dann wieder aufgegeben. Die Linie sollte eigentlich bis 2017 verwirklicht werden; nunmehr ist im Gespräch, sie in kostengünstigerer Form bis 2022 zu realisieren.




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