Straßenbahn in Lyon

Unternehmen

Verantwortlich für die Planung und Organisation des Öffentlichen Nahverkehrs in der Region Lyon ist SYTRAL, le syndikat des transports pour le rhone et l'agglomeration lyonnaise. Die Organisation ist mit einem eigenen Auftritt im Netz vertreten unter www.sytral.fr. Hier sind auch Informationen über künftige Netzentwicklungen im Tram- und Metro-Bereich zu finden.

T4 Ankunft Gare de Venissieux

Ein Zug der T4 kommt von der Innenstadt kommend an der Haltestelle Gare de Venissieux an. Zahlreiche Umsteiger aus der Metro warten auf die Weiterfahrt.

TCL, transports en commun lyonnais, ist das Unternehmen, welches den Betrieb der Tram durchführt. In seinem Internet-Auftritt unter www.tcl.fr sind auch Fahrplaninformationen abrufbar.

Das Liniennetz

Lyon ist eine Großstadt mit eigenem U-Bahn-Netz (Metro), unter anderem einer automatisch betriebenen Linie. Daher wurde der erst später gebauten Tram eine andere Funktion zugewiesen als in vielen anderen Städten: eine Zubringerfunktion zur Metro. Dennoch fahren die vier Tram-Linien, bezeichnet als T1 bis T4, auch in der Innenstadt, aber die stärker belasteten Abschnitte liegen in der städtischen Randzone bis zur nächsten Metro-Station. Das ist in den Einrichtungen erkennbar und hinterläßt auch (noch) seine Spuren im Betriebsablauf in der Hauptverkehrszeit im Winter.

T4 Abfahrt Gare de Venissieux

Kurz nach Abfahrt von der Haltestelle Gare de Venissieux in Richtung Hopital Feyzin fährt der Zug der T4 auf dem begrünten Bahnkörper in Seitenlage weiter. Bei dem LKW im Hintergrund wechselt der Gleiskörper wieder in die Mittellage der Straße. Die Lackierung des Zuges entspricht der der für die T4 beschafften Züge.

Die Anfänge des heutigen Netzes gehen auf die Eröffnung je eines Teilabschnitts der Linien T1 und T2 im Jahr 2000 zurück. Seit dem wurde das Netz mehrfach erweitert. Die Geschichte ist in der .pdf-Datei dokumentiert.

Netz Lyon 2010

Das aktuelle Netz ist auch als .pdf-Datei zu erhalten.
Ebenfalls als .pdf-Datei ist die Netzentwicklung in den einzelnen Eröffnungsschritten aufgezeichnet.

Klassische Tramlinien sind die Linien T1, T2 und T4, die fast ausschließlich auf eigenem gleiskörper verlegt sind. Die Tramlinie T3 ist hingegen durch Reaktivierung einer früheren Eisenbahnlinie entstanden. Dieses ist an der unabhängigen Trassierung, den stark gesicherten Bahnübergängen und den teilweise noch erhaltenen Bahnhöfen zu erkennen.

Seit Inbetriebnahme der Tram im Jahr 2000 gibt es den Betriebshof St. Priest nahe der Haltestelle Porte des Alpes. Er stellt heute die Fahrzeuge der Linien T2 und T4 sowie einen Teil der Fahrzeuge der T1. Die Ein- und Ausrückfahrten sind teilweise sehr lang, weshalb von Anfang an zumindest für die Zeit zwischen Morgen- und Abend-Hauptverkehrszeit Abstellmöglichkeiten im Netz geschaffen wurden.

Mit der Inbetriebnahme der Linie T3 wurde auch ein weiterer Betriebshof in Meyzieu nahe der Endstelle in Betrieb genommen. Neben den Fahrzeugen der T3 kommt von hier auch ein Teil der Wagen für die Linie T1.

Zug an der Uni

Quer durch den Campus der Hochschule fährt die T1.

Die Linien-Fahrzeuge

Alstom hat auch die Lyoner Fahrzeuge vom Typ CITADIS 302 mit 32,3m Länge, insgesamt 73 Stück in meheren Baulosen, geliefert. Die Fahrzeuge haben, wie in Frankreich üblich, eine individuell gestaltete Kopfform erhalten, die Seidenraupen gleichen und an die Tradition der Seidenverarbeitung in der Stadt erinnern sollen.

Auch diese Fahrzeuge erweisen sich angesichts des Erfolgs der Tram als zu klein für die Kapazitätsanforderungen (nicht nur) in der Hauptverkehrszeit. Deshalb ist beabsichtigt, die Fahrzeuge zu verlängern; erste Untersuchungen dazu werden bereits angestellt.

Wagen 0819

CITADIS 302 mit der Nummer 0819 in der Lackierung der ersten Beschaffungslose an der Endstelle St. Priest Bel Air der Linie T2.

Das Kursnummernsystem

Die Kursnummern werden für jede Linie einzeln mit 01 beginnend in der Reihenfolge des Ausrückens aus den Betriebshöfen vergeben. Dabei spielt es keine Rolle, von welchem Betriebshof der Kurs gestellt wird. Daher ist die Herkunft auch nicht an der Kursnummer erkennbar.

Perrache

Eng geht es zu an der Endstelle Perrache der Linie T2. Die Tram fährt unter den Gleisen der Züge auf dem Niveau der Metro. Die endenden Züge der T2 müssen zunächst über einen Gleiswechsel auf das Gegengleis wechseln, um dann auf das sehr kurze Wendegleis abzubiegen. Eine weitere Wendemöglichkeit besteht auf dem Gegengleis auf der Strecke der T1. Ein von Montrochet kommender Planzug der T1 könnte in diesem Fall auf dem Nachbargleis in Falschfahrt an dem wendenden Zug vorbeigeführt werden.

Kurse, die nachmittags ausrücken, bekommen erneut die Kursnummern der Kurse zugeteilt, die morgens eingerückt sind, und zwar in der Reihenfolge des Einrückens.

Kurse, die im Netz abgestellt werden, nehmen ihre Kursnummer für ihren späteren Einsatz mit.

Die Umlaufpläne im Spät-Frühjahr 2010

Betriebsprogramme gibt es für montags bis freitags (mindestens drei), samstags (zwei) und sonntags. Abgesehen von den Sommerferien mit eigenem Betriebsprogramm montags bis freitags und samstags sind die verschiedenen Fahrplanperioden farblich gekennzeichnet: coquelicot (rot) für die Schulzeit im Winter und indigo (blau) für die Schulferien im Winter, im späten Frühjahr aber auch für die Schultage.

In einer .pdf-Datei sind allgemeine Erläuterungen und das Abkürzungsverzeichnis für die Umlaufpläne enthalten.

In einer .zip-Datei sind alle vorhandenen Umlaufpläne und die Erläuterungs-Datei enthalten.

Die Betriebsprogramme für die Winterschulzeit montags bis freitags unterscheiden sich von den anderen durch die Zusatzverkehre auf den Außenästen der Linien T1 und T2. Zwischen IUT Feyssine und Charpennes (T1) und zwischen Porte des Alpes und Grange Blanche (T2) werden die durchlaufenden Regeltaktzüge durch Kurzläufer verstärkt. Außerhalb der HVZ können die Züge der T2 in den Betriebshof einrücken, für vier Züge der T1 gibt es an der Endstelle IUT-Feyssine eine Abstellanlage.

Wagen 0849 auf der T3

Wagen 0849 auf der Linie T3 fährt in die Haltestelle Gare Part Dieu Villette ein. Der Abzweig führt zu der für den RhonExpress vorgesehenen Endhaltestelle.

Ein ähnlicher Verkehr ist auch für die Linie T4 zwischen Gare de Venissieux und Hopital Feyzin vorbereitet. Dafür gibt es an der Endstelle Hopital Feyzin ebenfalls eine Abstellanlage für drei oder vier Fahrzeuge.

Ausbaupläne

Nicht zur Tram Lyon gehörend, aber auf ihren Gleisen verkehrend wird im August 2010 der Betrieb des Rhonexpress aufgenommen zwischen Gare Part Dieu Villette und dem Flughafen (und TGV-Bahnhof) St. Excupery.

Weit gediehen ist das Projekt zur Verlängerung der T4 ab Haltestelle Jet d'Eau durch die Innenstadt in Richtung IUT Feyssine. Dazu wird die T4 in die Haltestelle Gare Part Dieu Villette der T3 geführt und über die derzeit nur eingleisige Verbindung zur Haltestelle Thiers-Lafayette an die T1 angeschlossen. Dieser, derzeit nur als Betriebsstrecke genutzte Abschnitt wird natürlich auch zweigleisig ausgebaut. Bauvorbereitungen in Form von Kanalverlegungen usw. haben bereits im Juni 2010 begonnen. 2013 oder 2014 soll der Betrieb aufgenommen werden.

T3 Strecke

Ein Zug der Linie T3 auf der Strecke nach Meyzieu Zone industrielle. Der Charakter der Strecke als ehemaliger Eisenbahnlinie wird etwas verdeckt durch die Gleisbegrünung.

Bereits im November 2012 soll eine Stichstrecke der T2 in Bron in Betrieb gehen, die mit 3,8km Länge bei der Haltestelle Les Alizes abzweigt und zur Eurexpo-Messe führen soll.

Für 2013 ist eine Verlängerung der T1 von der Haltestelle Montrochet aus mit einem neuen Rhone-Übergang bis zur Metro-Station Debourg an der Linie B geplant.

Schließlich ist projektiert eine Stichstrecke an der Linie T3 zum Anschluß des Großen Stadions.




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