Braunschweiger Straßenbahn

Unternehmen

Die Straßenbahn in Braunschweig wird von der Braunschweiger Verkehrs-AG betrieben. Diese hat einen eigenen Internet-Auftritt unter www.bsvag.de, dort sind auch elektronische Linienfahrpläne zu bekommen.

75er-Triebwagen mit dazugehörigen Beiwagen

Die älteste Wagentype in Braunschweig: Gelenk-Triebwagen Typ "Mannheim" mit dazugehörigen Beiwagen

Die Besonderheit: die Spurweite beträgt 1100 Millimeter.

Das Liniennetz

Kein anderer Straßenbahnbetrieb hat in den letzten Jahren derartig häufig sein Liniennetz umstrukturiert wie die Braunschweiger Straßenbahn. Die wirtschaftlichen Zwänge einerseits, die Notwendigkeit, für Fahrgäste ein halbwegs attraktives Angebot zu bieten andererseits, führten zu einem chaotischen Hin und Her: ständig neue Linienführungen, ausgedünnte Fahrpläne und dann Nachbesserungen aufgrund von Protesten.

Niederflur-Tw der ersten Generation nähe Heidberg

Niederflur-Triebwagen der ersten Generation auf der Linie 1 von Stöckheim kommend fädelt sich in den Mittelstreifen der Schnellstraße ein.

Der letzte Akt: ein neues Liniennetz, orientiert an den Strukturen der Netze Berlins und Hamburgs mit Metrolinien als Grundangebot und einem Ergänzungsnetz, wurde zum 20.10.2008 eingeführt. Umfangreiche Nachbesserungen mußten schon am 07.01.2009 umgesetzt werden.

Fünf Metro-Linien M1 bis M5 und zwei Ergänzungslinien 6 und 9 bilden das Straßenbahnnetz, wobei die Linie 9 eigentlich eine Ansammlung von Verstärkerfahrten in der Relation Weststadt - City mit verschiedenen Anfangs- und Endpunkten ist.

Die Linien-Fahrzeuge

Bunt und teilweise sehr betagt ist der Fahrzeugpark: Hochflur-Trieb- und -Beiwagen aus den Jahren 1975 bzw. 1974 sind ebenso noch unterwegs wie Niederflur-Tw aus dem Jahr 2007, letztere neuerdings auch mit alten Hochflur-Beiwagen im Schlepp.

kantiger LHB-Zug am Hauptbahnhof

Sehr kantig und mal sehr modern: die LHB-Stadtbahnzüge aus den 80er Jahren, hier am Hauptbahnhof

Das Standardfahrzeug ist bzw. war ein sechsachsiger Hochflurtriebwagen mit einem vierachsigen Beiwagen. Diese wurden zunächst als Typ "Mannheim" von der DÜWAG gebaut, später von Linke-Hofmann-Busch (LHB) in Lizenz. Anfang der 80er Jahre tauchten dann sehr eckige LHB-Züge auf. All diese Züge trugen über viele Jahre die Hauptlast des Verkehrs.

Mitte der 90er Jahre kam eine Serie von Niederflur-GT6 nach Braunschweig, ähnliche Fahrzeuge, wie sie etwa in Mainz, Jena oder als Achtachser in Bremen fahren, allerdings als Einrichtungsfahrzeuge.

LHB, der Hauslieferant, gehört mittlerweile zum Alstom-Konzern, konnte dann auch die Fahrzeuge der nachfolgenden Generation nach Braunschweig verkaufen, niederflurige Achtachser, wie sie etwa auch in Darmstadt oder Magdeburg verkehren. Diese werden neuerdings dafür vorbereitet, einen (alten) Beiwagen mitzuführen - die Kapazitätserweiterung wird wohl früher oder später wieder zu Fahrplaneinschränkungen führen, damit Kosten eingespart werden können.

Tw der zweiten Generation Niederflur-Tw

Die neuesten Niederflur-Tw, zunächst für den Solo-Betrieb vorgesehen, werden jetzt teilweise für den Einsatz mit (alten) Hochflur-Beiwagen vorbereitet

Der Fahrzeug-Einsatz

Der Fahrzeugeinsatz ist ebenso bunt: durchweg auf allen Linien werden sowohl Nieder- als auch Hochflurfahrzeuge eingesetzt (die Fahrplanangaben stimmen allerdings nicht immer).

Hochflur-Tw mit Niederflur-Mittelteil

Das ist ein Einzelstück geblieben: ein alter "Mannheim"-Triebwagen mit neu gebautem Niederflur-Mittelteil

Planmäßige Umlaufverknüpfungen gibt es zwischen den Linien 4 und 6 am Radeklint sowie zwischen den Linien 5 und 6 am Hauptbahnhof, so daß sich außerhalb der HVZ durchgehende Fahrzeugführungen Broitzem - HBF - Radeklint - Helmstedter Straße und zurück ergeben.

Ferner gibt es zahlreiche Fahrzeugübergänge von einer auf die andere Linie.

Alle Fahrzeuge werden vom neuen Betriebshof auf dem Gelände des ehemaligen Hauptgüterbahnhofs eingesetzt. Die Besonderheit: der Betriebshof ist an der Haltestelle Ackerstraße nur in Richtung Stadt angebunden, so daß direkte Aus- und Einrückfahrten zur Helmstedter Straße nicht möglich sind. Fahrten von oder nach dorthin sind nur möglich, wenn rückwärts aus- oder eingerückt wird, was angesichts der Fahrsituation im Verkehr einer vielbefahrenen Hauptstraße nicht ohne Gefahren möglich ist, oder es muß eine Schleifenfahrt mit Wenden am Hauptbahnhof vorgesehen werden.

Hochflur-Tw und Niederflur-Tw begegnen sich am Schloß

Hochflur-Tw und Niederflur-Tw begegnen sich am Schloß

Die Umlaufpläne

In einer .pdf-Datei sind allgemeine Erläuterungen und das Abkürzungsverzeichnis für die Umlaufpläne enthalten.

In einer .zip-Datei sind alle vorhandenen Umlaufpläne und die Erläuterungs-Datei enthalten.

Die werktäglichen Fahrten der Linie 9 sind in den Fahrplänen der Linien 3 und 5 enthalten.

Ausbaupläne

Seit Jahren diskutiert und an vielen Stellen vorbereitet: eine normalspurige Regio-Stadtbahn. An vielen Stellen des Gleisnetzes, die in den letzten Jahren gebaut oder erneuert wurden, sind schon Dreischienengleise verlegt worden.

LHB-Stadtbahn-Zug am Gleisdreieck nähe Heidberg

Ein LHB-Stadtbahn-Zug am Gleisdreieck nähe Heidberg biegt auf die letztgebaute Strecke nach Stöckheim ein




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