Tram in Berlin

Unternehmen

Einstmals war eines der größten Straßenbahnnetze der Welt in Berlin angesiedelt, die Teilung der Stadt, der Niedergang der Tram im Westen, aber auch der Ausbau der Tram im Osten der Stadt zur Erschließung der zahlreichen Neubaustadtteile, aber auch vorsichtige Netzerweiterungen, sogar im ehemaligen Westen der Stadt, führten zur Struktur des heutigen Liniennetzes. Auch in anderen Städten wurden Strecken eingestellt, so daß auch heute das Netz eines der weltgrößten ist: nur die Netze von Melbourne in Australien und Sankt Petersburg in Russland sollen größer sein.

TATRA-Doppeltraktion

Immer noch unverzichtbar sind die TATRA-KT4D, die in der Regel in Doppeltraktion eingesetzt werden. Auf den Metrolinien verstärken sie mittlerweile in der Regel den 10-Minuten-Takt in der Hauptverkehrszeit nur noch auf wenigen Linien.
Hier sind Wagen 6139 und 6088 auf der Linie M4 am Alexanderplatz unterwegs - mittlerweile Geschichte.

Betrieben wird die Tram von der Berliner Verkehrsgesellschaft (BVG), einem städtischen Betrieb. Die BVG hat einen eigenen Internet-Auftritt unter www.bvg.de, über den auch Fahrplaninformationen zu erhalten sind. Das Fahrtenangebot ist eingebettet in den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, der unter www.vbb.de ebenfalls Fahrplaninformationen bereitstellt.

1057

Ältere Niederflurgelenkwagen tragen derzeit eine große Last des Tramverkehrs in Berlin. Triebwagen 1087 ist hier auf der Prenzlauer Promenade auf der Linie M13 unterwegs.

Neben dem Tram-Netz gibt es in Berlin ein großes U-Bahn-Netz mit derzeit 10 Linien, welches ebenfalls von der BVG betrieben wird und einer der städtischen Hauptverkehrsträger ist. Der andere ist die S-Bahn, auf DB-Gleisen, aber mit Gleichstrom betrieben stellt sie die Verbindung zwischen den innerstädtischen Zentren einerseits und der Stadt und den Umlandgemeinden in Brandenburg her. Die S-Bahn wird derzeit von einer Tochtergesellschaft der DB betrieben.

1032

Einrichtungs-6achser 1032 aus der Serie der älteren Niederflurfahrzeuge ist hier auf der Wisbyer Straße als Zug der M13 unterwegs.

Das Tram-Liniennetz

Ähnlich den Städten Hamburg und München hat auch Berlin sein Netz hinsichtlich des Bedienungsstandards in ein Metro-Netz und ein normales Netz unterteilt, Metro-Tramlinien gibt es aber nur in Berlin. Das Metronetz weist eine besondere Bedienungsdichte auf und wird darüber hinaus, wenn nicht im 24-Stunden-Betrieb, so doch sehr früh und sehr spät am Tag in relativ kurzem Takt bedient.

2017 und 4014

Zwei Generationen von Niederflurfahrzeugen begegnen sich auf der Prenzlauer Promenade auf der Linie M2. Stadtauswärts fährt rechts der ältere Zweirichtungs-6achser 2017, links stadteinwärts der 30m-Zweirichtungs-Flexity mit der Nummer 4014.

In Berlin gibt es derzeit neun Metro-Tramlinien. Sechs Linien, M1, M2, M4, M5, M6 und M8, sind Halbmesserlinien, die die (östliche) Innenstadt Berlins mit einzelnen Stadtteilen verbinden. Sie tragen teilweise eine ähnliche Verkehrslast wie U- und S-Bahnlinien, verbinden sie doch dicht besiedelte Neubausiedlungen mit dem Stadtzentrum. Drei weitere Metrolinien, M10, M13 und M17, sind Tangentiallinien, die als Halbringe in unterschiedlichen Abständen um das (wiederum östliche) Stadtzentrum umfahren.

Daneben gibt es 13 "normale" Tramlinien, die in zwei, ursprünglich drei Gruppen eingeteilt werden können. Als Ergänzunglinien des Metronetzes fahren die Linien 12, 16, 18, 21, 27 und 37. Sie verkehren zwischen den Wohngebieten, die auch die Metroliniennetze erschließen, und wichtigen U- bzw. S-Bahn-Bahnhöfen als Zubringer.

2031

Die Linie 12 wird mit Zweirichtungsfahrzeugen betrieben. Wagen 2031 begegnet uns auf der Wisbyer Straße.

Die beiden anderen Gruppen sind Stadtteilnetze, so das Netz Köpenick mit den Linien 60, 61, 62, 63, 67 und 68. Das andere Netz, das Netz Pankow, besteht nunmehr nur noch aus der Linie 50; die anderen Linien sind im Metronetz aufgegangen.

Die Linien-Fahrzeuge

Drei Fahrzeugfamilien mit insgesamt 6 Typen werden heute im Linienverkehr der BVG eingesetzt.

Die neueste Fahrzeugfamilie bildet der Flexity Berlin aus dem Hause Bombardier, ein durchgängig niederfluriger, 2,40m breiter Wagen, der in zwei Längen, 30m und 40m (fünf- bzw. siebenteilig), als Ein- oder Zweirichtungswagen, seit 2008 beschafft wird. Die Fahrzeuge sind nicht für Doppeltraktionen ausgelegt. Die Einrichtungsvariante mit 30m Länge ist nicht mehr vorgesehen, ein entsprechender Prototyp wurde auf 40m verlängert. Die kürzeren 34 Zweirichtungs-6achser tragen 4000er-Nummern, die 57 längeren Zweirichtungs-8achser tragen Nummern ab 9001. Die Einrichtungs-8achser sind in 40 Exemplaren vorhanden; sie tragen 8000er Fahrzeugnummern.

4030

Der Flexity Berlin in seinen verschiedenen Ausführungen ist das Tramfahrzeug in Berlin der kommenden Jahre. Die kürzere 30m-Version gibt es nur als Zweirichtungswagen. Triebwagen 4030 ist als Linie M2 auf der Prenzlauer Allee unterwegs.

Niederflur-Vorgänger sind dreiteilige, sechsachsige, nur 2,30m breite Fahrzeuge von AEG/Adtranz/Bombardier aus den Jahren 1994 bis 1999. Sie wurden in einer Einrichtungsversion (105 Stück) und als Zweirichtungsfahrzeug (45 Stück) beschafft. Sie tragen 1000er bzw. 2000er Nummern. Ein Teil der Einrichtungsfahrzeuge ist bereits modernisiert und trägt Fahrzeugnummern ab 1501 bzw. 2201.

Immer noch unverzichtbar sind modernisierte Hochflur-Gelenkfahrzeuge vom Typ TATRA KT4D, die ab 1980 beschafft wurden. Sie werden überwiegend in Doppeltraktion eingesetzt. Derzeit sind noch 48 Fahrzeuge dieser Bauart im Einsatzbestand. Sie tragen Fahrzeugnummern ab 6001.

8011

Die längere 40m-Version des Flexity Berlin gibt es als Ein- und Zweirichtungsversion. Die Einrichtungsversion ist hier in Gestalt von Triebwagen 8011 auf der M5 am Alexanderplatz unterwegs.

Der Fahrzeugeinsatz

Der Fahrzeugeinsatz erfolgt im wesentlichen von den 4 Betriebshöfen aus: Marzahn in der Landsberger Allee, Weißensee an der Bernkasteler Straße, Lichtenberg und Köpenick in der Wendenschloßstraße. Der Betriebshof Niederschönhausen dient vorrangig der Unterbringung historischer Fahrzeuge, der Betriebshof Nalepastraße (Schöneweide) dient wohl überwiegend ausrangierten Fahrzeugen, neuerdings werden aber einige Kurse des Köpenicker Netzes von dort gefahren. Und wenn es an einem anderen Betriebshof Probleme gibt, etwa Sperrungen infolge Gleisbaus, muß der Betriebshof weitere Aufgaben übernehmen.

Die Fahrzeuge werden nicht mehr fest einem Betriebshof zugeordnet, vielmehr erfolgt ihr Einsatz fluktuierend im gesamten Netz.

9005

Und hier die Zweirichtungsversion des 40m-Flexity Berlin: Triebwagen 9005, ebenfalls auf der Linie M5, ist hier auf der Landsberger Allee anzutreffen.

Vorallem die "normalen" Tramlinien im Köpenicker Netz verkehren auch mit älteren Niederflurfahrzeugen oder TATRA-Hochflurfahrzeugen, die Linie 61 auch mit Solo-TATRA.

Baustellenbedingt kann es immer wieder zu Verschiebungen im Fahrzeugeinsatz kommen. Während meiner Beobachtungen Ende November 2014 waren etwa keine Doppeltraktionen älterer Niederflur-6achser unterwegs.

Die Umlaufpläne

In einer .pdf-Datei sind allgemeine Erläuterungen und das Abkürzungsverzeichnis für die Umlaufpläne enthalten.

In einer .zip-Datei sind alle vorhandenen Umlaufpläne und die Erläuterungs-Datei enthalten.

Die Wochenendpläne sind noch nicht verfügbar.




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